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Unsere Empfehlung der Woche:

 

Jay und Dino

 

Hier mit ihren beiden Tracks Out the Ghetto und Rooted

Produziert und aufgenommen im comX Tonstudio

 

Viel Spaß beim Hören

Tipps für den Alltag

Aus der Pressemitteilung der Fachstelle für Suchtprävention

Veröffentlicht am 20.03.2020

Liebe Besucher*innen, liebe Eltern,

Die Coronapandemie ist mittlerweile bei fast jedem im Alltag angekommen. Kinder müssen zu Hause bleiben und dabei auch noch beschäftigt werden. Doch wie gelingt das, wenn öffentliche Plätze gemieden werden sollen? Für viele Eltern sind digitale Spielekonsolen ein Mittel der Wahl, um die Kinder in diesen Zeiten beschäftigen zu können. Das ist auch absolut nachvollziehbar und verständlich, jedoch sollten wir uns dabei vor Augen führen, dass viele Spiele ein großes Suchtpotenzial bergen. Riskanter Konsum braucht natürlich Zeit sich zu entwickeln, doch davon haben wir und besonders die Kinder jetzt natürlich genug. Damit sich unser Freizeitverhalten, und dass der Kinder nicht zusehr in Richtung sozialer Medien und Spielekonsolen verschiebt, gibt es ein paar Tipps, wie Sie und Ihre Kinder vielleicht sogar als Familie noch enger zusammenwachsen. Dabei geht es nicht darum allgemeine Verbote auszusprechen, sondern zu schauen, wie können wir die Zeit noch nutzen.

Die folgenden Tipps stammen aus der Pressemitteilung der Fachstelle für Suchtprävention in Berlin und wurden von uns hier noch kommentiert.

 

Tagesstruktur schaffen

Feste Aufstehzeiten beibehalten
"Somit verhindern Sie, dass ein allgemeines Gefühl der Lethargie sich ausbreitet und Sie und Ihre Kinder können gemeinsam in den Tag starten."

Zeit für Schularbeiten festlegen, weitere Bildungsangebote nutzen
"Die Kinder haben keine Ferien. Vielleicht erklären Sie Ihren Kindern, was ein Homeoffice ist und dass Ihre Kinder nun quasi von zu Hause aus lernen müssen. Es gibt eine ganz tolle Internetseite, auf der für jedes Schuljahr, jeder Unterrichtsinhalt leicht verständlich aufbereitet wird. www.frustfrei-lernen.de dort können Sie unter "Fächerwahl" das Schulfach auswählen, gehen dann in die Schulklasse in die Ihr Kind geht, und suchen sich dann das passende Thema aus."

Auf Pausen achten
"Das Gehirn muss sich regelmäßig erholen. Lassen Sie ihr Kind ausreichend Pause machen, damit auch genug im Kopf hängen bleibt."

 

Feste Medien-Nutzungszeiten vereinbaren

 
Bisheriges Kontingent nicht übermäßig erweitern
"Es sprichts nichts dagegen wenn ihr Kind in dieser Ausnahmesituation auch mal ein wenig mehr an der Konsole sitzen darf als sonst. Jedoch sollte dies nicht völlig aus dem Ruder laufen. Sie haben sicher selber ein Gefühl dafür, wieviel Zeit an der Konsole sie vertreten können."
 
Digitale Bildungsangebote nicht vom Zeitkontingent abziehen
"Wenn ihr Kind den PC nutzt, um beispielsweise auf der von uns empfohlenen Internetseite www.frustfrei-lernen.de Unterrichtsmaterial zu suchen, sollte das nicht in seine Handy/- oder PC Nutzungszeit fallen. Ihr Kind wird das als ungerecht empfinden, und das ist es auch. Wenn Kinder die digitalen Medien nutzen um sich zu bilden, sollten wir als Erwachsene das in jedem Fall fördern, denn genau das ist es, was wir den Kindern versuchen sollten zu vermitteln. Im Internet gibt es auch tolle Möglichkeiten um sich zu bilden, und nicht nur um sich unterhalten zu lassen."
 
Vor allem bei Spielen mit eingeplantem Suchtcharakter (starker Belohnungseffekt) Grenzen setzen
"Viele Spiele (wie zum Beispiel das bekannte Spiel Fortnite) setzen auf einen Effekt, wodurch Spieler durch sehr schnelle Erfolge sehr schnell ans Spiel gebunden werden. Solche Spielen führen schnell zu einer Abhängigkeit und sollten nicht im Übermaß konsumiert werden. Ein generelles Verbot ist nicht unbedingt erforderlich, jedoch können Sie sich, wenn ihr Kind extreme Suchtmerkmale aufweist, bei der Fachstelle zur Suchtprävention melden um ihre Sorgen und Fragen dort zu kommunizieren. Dort steht auch ein Chatportal zur Verfügung. www.berlin-suchtpraevention.de"

 

Gemeinsame „Höhepunkte" planen

 
Spiele-Abende (analog und digital)
"Gemeinsam zu spielen ist enorm förderlich für die Beziehung zu ihren Kindern, die Entwicklung der Kinder und das allgemeine Familienleben. Sollten Sie keine Brettspiele zu Hause haben, sind auch Klassiker wie "Stadt, Land, Fluss", "Wer bin ich?" oder "Schiffe versenken" immer super lustig. Dafür brauchen Sie lediglich Stift und Papier. Es spricht auch nichts dagegen, digitale Spiele auf der Konsole zusammen zu spielen. Kinder freuen sich auch darüber, wenn Eltern sich ehrlich dafür interessieren was sie spielen. Schauen Sie Ihren Kindern doch mal beim Spielen zu und lassen sich erklären, was ihre Sprösslinge dort tun. Versuchen Sie sich auch mal am Controller. Auch das fördert die Beziehung zu ihren Kindern. Wichtig ist immer nicht den Kontakt zu verlieren und soviel wie möglich kommunizieren. Dann werden ihre Kinder möglicherweise auch bestimmte Einschränkungen besser verstehen."
 
Mahlzeiten als Aktivität gestalten: z. B. Pizza backen
"Es muss ja nicht immer aus der Verpackung sein. Zeigen Sie ihren Kindern wie leicht und spaßig es sein kann, eine Pizza selber zu backen und besonders sie zu belegen. Anleitungen dazu finden Sie im Internet.
 Gemeinsame Familienzeiten, v.a. gemeinsame Mahlzeiten zum Austausch zur Situation in Berlin, über Gefühle und Bedürfnisse nutzen."
 
Körperliche Bewegung einplanen
"Kinder haben sehr extremen Bewegungsdrang den sie kaum kontrollieren können. Wenn sie diesen nicht ausleben können, kann es sein, dass sie sich sehr auffällig und für sie stressig verhalten. Alba Berlin hat auf ihrem Youtubekanal nun eine Videoreihe veröffentlicht, mit Übungen für Kinder. ALBA's tägliche Sportstunde"
 
Austausch mit Freunden über Telefon, Chatgruppen, Skype ermöglichen
"Kinder haben genau wie wir Erwachsene weiterhin den Drang mit ihren Freund*innen in Kontakt zu bleiben. Der sollte ihnen auch nicht verwehrt bleiben, da sie sich sonst gesellschaftlich isoliert fühlen und eventuell zum Außenseiter werden. Achten Sie darauf, dass Sie viel mit ihrem Kind kommunizieren, das ist ganz wichtig"
 
Weitere sinnvolle Freizeitbeschäftigungen für Ihre Kinder finden Sie auch HIER
 
Hoffentlich konnten wir euch mit den Links und den Tipps ein wenig den Alltag erleichtern. Bleibt gesund und achtet auf eure Mitmenschen.
 
Euer comX-Team